Drucktechniken erklärt – Der Digitaldruck

Die Eigenschaften und Vorzüge des Siebdrucks und des Offsetdrucks haben wir hier im Blog bereits erklärt. Eine wichtige Druckart fehlt allerdings noch – der Digitaldruck. Er begegnet uns häufig im täglichen Leben, aber wie genau funktioniert er eigentlich? Bei einlassband.eu kommt der Digitaldruck vor allem bei Farbplakaten, aber auch bei Tyvek-Bändchen zum Einsatz.

Im Gegensatz zum Offsetdruck funktioniert der Digitaldruck ohne eine feste Druckform, sondern kommt ganz ohne diese aus – daher auch die Bezeichnung „Non Impact Printing (NIP)“. Das Druckbild wird also vom Computer direkt an den Drucker übertragen.

Unschlagbare Vorteile des „NIP“

In der Praxis heißt das: Jeder Bogen kann anders bedruckt werden, da hier nicht kosten- und zeitaufwendig Druckformen neu erstellt werden müssen. Dies bietet gerade bei kleinen Auflagen einen außerordentlichen Vorteil. Auch für personalisierte Drucke ist der Digitaldruck die perfekte Lösung, da hier zum Beispiel Anschrift und Adresse ohne weiteres geändert werden können. Der Digitaldruck ermöglicht also Flexibilität im Druck und Ersparnisse bei den Kosten.

Eine Technik – viele Systeme

Den Digitaldruck kennt man zum Beispiel vom Tintenstrahldrucker oder dem Laserdrucker. Der Tintenstrahldrucker bringt winzige Tintentropfen auf das Papier auf, wo diese durch Erhitzung haltbar gemacht werden. Dieser Drucker wird häufig für sehr große Druckerzeugnisse wie Plakate und Banner verwendet, da er auch in extrem breiten Ausführungen existiert.

Der typische Tintenstrahldrucker existiert noch in viel breiteren Ausführungen für besonders große Durckerzeugnisse Credits: von DMahalko (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Tintenstrahldrucker werden auch in viel breiteren Ausführungen hergestellt
Credits: von DMahalko (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Der Spezialist für größere Auflagen ist hingegen der Laserdrucker. Hier wird durch gezieltes Ausnutzen von elektrischer Spannung die Farbe auf das Papier übertragen. Eine weitere Spezialform ist der Plattendirektdruck. Dieser ermöglicht einen Druck auf diverse Materialien, also auch auf extrem glatten oder rauen Oberflächen.

Auch der Digitaldruck stößt an seine Grenzen

Trotz vieler bestechender Vorteile ist der Digitaldruck nicht zwingend für jeden Anwendungsbereich die optimale Lösung. Ab einer Auflage von circa 2.000 Stück wird meistens auf den Offsetdruck zurückgegriffen.

So setzt ein Tintenstrahldrucker die Farbe zusammen Credits: von Ulfbastel (Diskussion) (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

So setzt ein Tintenstrahldrucker die Farbe zusammen
Credits: von Ulfbastel (Diskussion) (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Auch bestimmte Veredelungen sind im Digitaldruck noch nicht möglich, zum Beispiel Prägungen oder gewisse Schmuckfarben, die man am besten im Siebdruckverfahren erreicht.

Der Farbraum des Digitaldrucks beschränkt sich auf CMYK, also Blau (Cyan), Rot (Magenta), Gelb (Yellow) und Schwarz (Key). Aus diesen Grundfarben werden alle Farben für den Druck gemischt, eine im Vergleich zum Siebdruck relativ unflexible Methode der Farbherstellung.

Die Hersteller arbeiten jedoch mit Hochdruck an der Verbesserung ihrer Drucksysteme, um diese möglichen Schwächen zu beheben. Bis dahin können wir auf die qualitativ hochwertigen Offset- und Siebdruck-Systeme zurückgreifen.

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