Die Zielgruppe erfassen – so geht’s mit drei einfachen Fragen

Credits: By Mathieu ROUAUD (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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Geht es um Marketing, Werbung, Social Media, ist immer wieder die Rede von der „Zielgruppe“. Ohne die Zielgruppe zu kennen, kann kein Schritt richtig geplant werden.

Aber wie definiert man seine Zielgruppe eigentlich korrekt? Denn mit „Ich möchte Mittzwanziger ansprechen“ ist es noch nicht getan. Hier haben wir drei Fragen zusammengestellt, mit denen man sich einen guten Überblick verschafft.

Im Grunde ist eine Zielgruppe einfach ein bestimmter Typ von Kunde, der sich von den angebotenen Produkten oder Veranstaltungen am meisten angesprochen fühlt. Natürlich kann ein Unternehmen mehrere Zielgruppen ansprechen, dies ist auch häufig der Fall – man muss sich nur dessen bewusst sein.

Wie sieht meine Zielgruppe aus?

  • Demographische Eckpunkte

Zu den demographischen Merkmalen gehören Alter, Geschlecht und Herkunft, auch innerhalb Deutschlands, sowie der Familienstand. Dies sind allerdings nur Eckpunkte, denn innerhalb von „männlich, 30-50 Jahre, verheiratet mit Kindern“ können sich viele verschiedene Kundentypen verbergen. Deswegen reicht es nicht, bei den demographischen Merkmalen stehenzubleiben. Stattdessen muss versucht werden, ausgehend von diesen Orientierungspunkten dem Bild der Zielgruppe mehr Tiefe zu verleihen.

  • Soziale und materielle Stellung

Hierunter fallen zum Beispiel der Bildungsstand, Beruf und Gehalt. Diese Punkte bestimmen maßgeblich mit, welche soziale Stellung die Zielgruppe in unserer Gesellschaft einnimmt, und sagt deswegen auch viel über das Selbstbild des Kundentyps aus. Gleichzeitig bekommt man eine Vorstellung von der Kaufkraft und dem Konsumverhalten der Zielgruppe.

  • Psychographische Merkmale

Hierzu gehören alle Aspekte, die den Kunden unterbewusst emotional ansprechen, also zum Beispiel gewisse Werte und Moralvorstellungen. Plakativ gesagt: Wie unterscheiden sich die Lebensziele des 25-jährigen Studenten vom gut situierten Familienvater? Welches Statusbewusstsein hat die Zielgruppe und was ist überhaupt ein Statussymbol für sie? Wie spaßorientiert ist der Kundentyp? Welches ästhetische Empfinden besitzt er? Spielen ethische Fragen wie Fair Trade, Nachhaltigkeit, etc. bei seinen Entscheidungen eine Rolle?

Was erwartet meine Zielgruppe von mir?

Dank dieser Informationen, über die man sich nun im Klaren ist, können anschließend die Bedürfnisse und Ansprüche der Zielgruppe genauer analysiert werden. Aus welchem Grund nehmen sie meine Dienste überhaupt in Anspruch, kaufen mein Produkt, oder besuchen meine Veranstaltung? Was versprechen sie sich davon und kann ich diese Erwartung auch erfüllen?

Ist man sich über die Motivation der Zielgruppe bewusst, kann man zum Beispiel den Umfang der Serviceleistung entsprechend anpassen. Gleichzeitig erkennt man Probleme, die ganz konkreter Form sein können – zum Beispiel mangelnde Sitzgelegenheiten für Senioren.

Wie erreiche ich meine Zielgruppen?

Angenommen die Zielgruppe ist soweit erfasst, fehlt jetzt noch ein letzter, aber entscheidender Punkt: Über welche Kanäle und mit welcher Art von Kommunikation spreche ich meine Zielgruppe an? Verschiedene Zielgruppen nutzen verschiedene Medien. Manche sind internetaffiner und möchten über Social Media in einen Dialog treten, andere reagieren eher auf klassische Methoden. Das heißt zum Beispiel praktisch: Platziere ich meine Anzeige in einem regionalen Tagesblatt oder in einer renommierten Kulturzeitschrift? Sieze oder duze ich meine Zielgruppe?

Können diese Fragen beantworten werden, ist man ein ganzes Stück vorangekommen! Doch nicht vergessen – Zielgruppen können sich schnell verändern, und mit ihnen ihre Ansprüche und Vorstellungen. Deswegen ist es unverzichtbar, sich und seine Zielgruppe regelmäßig zu überprüfen.

2 thoughts on “Die Zielgruppe erfassen – so geht’s mit drei einfachen Fragen

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