Finanzen und Festivals: So kann man Geld sparen und trotzdem das Event genießen

Festivals sind unser geliebtes und weit verbreitetes Hobby, für einige Menschen ist die Sommerzeit beinahe der Lebensinhalt. Es wird von einem zum anderen Festival gereist, Festivalbändchen werden fleißig gesammelt und die Erlebnisse in vollen Zügen genossen. Den Menschen macht es kaum etwas aus, den gesamten Jahresurlaub und mehrere Gehälter komplett in die Festivalbesuche zu investieren. Nun, das Besuchen von Musikfestivals ist aber auch kein günstiges Hobby und manch eine Veranstaltung lässt sie Fans tief in die Tasche greifen. Wir haben ein paar Tipps zusammengesucht, die dabei helfen können, bares Geld zu sparen und trotzdem auf nichts verzichten zu müssen.

Anhand des Beispiels „Wacken Open Air“ möchten wir erstmal eine Kostenaufstellung erarbeiten. Denn dieses Festival ist nicht nur das größte Metalfestival der Welt, sondern auch eins der teuersten Veranstaltungen in Deutschland. Im Durchschnitt geben die Festivalbesucher rund 800,- € für das lang ersehnte Festivalbändchen und 4-6 Tage auf dem „Heiligen Acker“ aus. Für manche Menschen mag es ein lockerer Betrag sein, für die meisten aber sind es rund 2/3 des Nettogehalts und somit ein existenzrelevanter Betrag.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Das Ticket

Im Jahr 2017 soll das heiß begehrte Festivalticket 220,- € kosten. Ein stolzer Preis, der allerdings erstmalig das Nutzen von Duschen und sauberen WCs sowie die Anreise bereits ab Montag ohne Zuschlag beinhaltet. Zum Sparen gibt es hier kaum Spielraum, die Tickets sollten unbedingt direkt beim Veranstalter erworben werden, sonst ist die Gefahr da, ein gestohlenes oder sogar gefälschtes Ticket zu bekommen. Das X-MAS Ticket kostet etwas weniger Geld und beinhaltet sogar ein schickes Festivalshirt. Bitte keine Tickets auf Ebay kaufen und den Schwarzhandel unterstützen.

Als Alternative kann man sich das Ticket auch zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken lassen

Die Anreise

Viele Besucher haben eine Anreise von über 1000km, es ist intensiv in der Zeit und in den Spritkosten. Rund 80 Euro gibt ein durchschnittlicher Wackenbesucher aus, um den „Heiligen Acker“ zu erreichen. Die Tendenz ist steigend: Es werden immer schwerere und größere Fahrzeuge gewählt und mittlerweile gibt es immer weniger Fahrgemeinschaften. Es würde aber Kosten enorm sparen! Teilt euch das Auto mit euren Freunden und schon kostet es nur noch 20,- € pro Person.

Finanzen und Festivals - So kann man Geld sparen und trotzdem das Event genießen

Finanzen und Festivals – So kann man Geld sparen und trotzdem das Event genießen

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Die Verpflegung

Es ist mit Abstand der größte Posten in der finanziellen Planung. Es wird sehr viel eingekauft und es wird sehr viel nicht benötigt und ebenso sehr viel entsorgt. Die Autos, Kühltruhen und Versorgungszelte sind rappelvoll mit Lebensmitteln und Getränken, aber gegessen und getrunken wird meistens auf dem Eventgelände, und die Preise dort sind königlich. Lieber gut essen bevor es auf das Infield geht, spart Geld und verhindert unkontrollierten Heißhunger. Natürlich soll man sich etwas gönnen und auch mal einen leckeren Fleischspieß genießen, aber eben in Maßen. Wer grundsätzlich sehr viel und sehr gerne vor Ort kauft kann getrost auf den Masseneinkauf im Supermarkt verzichten und lieber keine schnell verderblichen Lebensmittel einkaufen. Die Raviolidose kann zu Not auch im Küchenschrank überwintern.

Merchandise

Ein Shirt kostet um die 20,- € und ein Pullover locker das Doppelte. Natürlich möchte man ein kleines Andenken mitbringen und ein Shirt ist auch im Alltag durchaus praktisch. Ansonsten kann man als Team auch tolle Accessoires selbst gestalten, z.B. Schlüsselanhänger für das ganze Camp bedrucken lassen. Ansonsten gibt es viele Merchandise-Artikel gebraucht über Online-Portale zu erwerben.

Müll und Equipment

Tausende Zelte, Schlafsäcke, Campingstühle und Tische werden jährlich einfach zurückgelassen, auch wenn sie voll funktionsfähig sind. Eine Campingausrüstung kann unter Umständen bis zu 200,- € kosten und dieses Geld kann man sparen, indem man diese wieder mit nach Hause nimmt, putzt und erneut verwendet. Dasselbe gilt übrigens für Pfanddosen: Es werden pro Camp im Durchschnitt rund 150 Euro Pfandflaschen und -dosen einfach zurückgelassen! Dieses Geld kann man sehr gut in das nächste Ticket investieren.

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