Kids und Festivals: Das sollten Eltern wissen

Begeisterte Festivalbesucher gibt es in jedem Alter, jedem Beruf und jeder Rolle, auch Eltern fahren durchaus gerne zum Musikevent. Früher oder später stellt sich die Frage, ob es auch für das Kind geeignet wäre, schließlich möchte man das Erlebnis auch mit den kleinen Familienmitgliedern teilen. Grundsätzlich ist die Mitnahme der Kids auf ein Festival in den meisten Fällen möglich.

Für welche Kinder sind Festivals geeignet?

Ein bestimmtes Alter gibt es pauschal nicht. Kleinere und größere Kinder können durchaus Festivals als ein tolles Erlebnis empfinden, wenn die Eltern es richtigmachen, auch der Charakter und die Interessen der Kleinen sind für die Entscheidung relevant. Kinder können sehr viel Spaß auf einem Festival haben und stolz das Einlassbändchen aus Stoff tragen, wie ihre Eltern.

Mag mein Kind die Musik?

Eine wichtige Frage, die aber nicht grundsätzlich ausschlaggebend ist. Kindergartenkinder haben meistens noch kein ausgeprägtes Empfinden für Musik, bzw. mögen eher Kinderlieder oder Titelmusik aus ihren Filmen und Serien. Ab einem gewissen Alter entwickelt sich aber auch die Vorliebe für bestimmte Bands. Wenn das Kind die Musikrichtung des Festivals gerne mag, kann man tolle gemeinsame Abende verbringen und sich die Lieder vorher anhören. Die Kleinen sind meistens unglaublich stolz, wenn sie die eine oder andere Band erkennen, die sie später auf der Bühne sehen.

Wie sorge ich für die Sicherheit des Kindes?

Auf einem Festival ist viel Trubel, viele Menschen und viel Ablenkung, die Camps und Zelte sehen schnell gleich aus und ein Kind kann sich verlaufen oder sich in der Menge verlieren. Mit kleinen Maßnahmen kann man für möglichst viel Sicherheit sorgen. Jedes Kind sollte z. B. Kontaktdaten der Eltern, wie Angaben zum Camp und Zeltplatz, Telefonnummer und Namen bei sich tragen, am besten sichtbar um den Hals in einer Ausweishülle.

Außerdem sollte ab einem gewissen Alter ein günstiges Handy mit eingespeicherten Daten der Eltern und einer guten Akkulaufzeit dabei sein. Natürlich sollten die Eltern ebenso eingeschaltete Handys am Körper tragen. Mit dem Kind sollte darüber gesprochen werden, was im Fall der Fälle zu tun ist. Auch Funkgeräte können auf kleineren Entfernungen wie z. B. ein familiäres Festival eine schnelle Kontaktmöglichkeit sein. Diese können neben der Sicherheit auch sehr viel Spaß für die ganze Familie bedeuten. Kinder nehmen regelmäßige Updates und Sicherheitsmeldungen meistens sehr ernst und gewissenhaft wahr. Außerdem sollen bei älteren Kids, die schon alleine das Camp oder die Gruppe verlassen dürfen, klare Zeitabsprachen sowie Treffpunkte abgemacht werden.

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Bietet das Festival kindgerechte Aktivitäten?

Größere Festivals haben meistens auch für Kinder interessante Attraktionen. Ob Bogenschießen, Badestellen in der Nähe, Leckereien wie Crêpes, Waffeln und Burger aber auch das simple Erlebnis beim Campen sind für Kinder durchaus reizvoll. Natürlich kann die gemeinsame Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Federball, Fußball, aber auch Brettspiele und Gesellschaftsspiele genutzt werden. In größeren Camps ist es gut, wenn die erwachsenen Teilnehmer der Gruppe sich in Grundzügen in Anwesenheit der Kinder zu benehmen wissen. Stark alkoholisierte Menschen oder Drogenkonsum sind natürlich keine passende Gesellschaft für die kleinen Besucher. Dass die Eltern sich kindgerecht verhalten sollten, ist selbstverständlich.

Kommunikation und Planung

Wer sich dafür entscheidet, die Kinder auf ein Festival mitzunehmen, sollte auf jeden Fall klare Absprachen mit allen für das Kind verantwortlichen Personen treffen. Wer passt z. B. auf den Kleinen auf, wenn die Lieblingsband am späten Abend spielt? Was passiert, wenn das Kind mit der Situation überfordert ist, krank wird oder überhaupt keine Freude am Event hat? Welche Übernachtungsmöglichkeiten, Verpflegung und Beschäftigung für das Kind müssen mitgenommen werden? Auch passende Kleidung und vor allem Gehörschutz sind auf jedem Festival eine Pflicht für die kleinen Besucher. All diese Dinge müssen im Familienkreis sowie mit dem Kind im Vorfeld geplant und besprochen werden, um einen entspannten und sorgenfreien Aufenthalt mit der Familie zu haben.

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