Musikerlebnis für Tierhalter: Was tun, wenn die Festivalsaison kommt?

Auch Tierhalter hören gerne Musik und fahren mit Begeisterung auf das eine oder andere Festival. Doch was passiert mit dem vierbeinigen Liebling, wenn der Tierhalter seinem liebsten Hobby nachgeht und ein Musikevent über mehrere Tage besucht?

Während man selbst auf einem Festival ist, soll es dem vierbeinigen Familienmitglied möglichst perfekt gehen. Das Tier soll umsorgt und artgerecht behandelt werden, ausreichende Beschäftigung und vor allem liebevolle Haltung steht beim Besitzer ganz oben auf der Liste.

Jemandem sein Tier zu geben fällt vielen Menschen jedoch sehr schwer, die Sorge, es könnte etwas passieren oder zum Nachteil des Tieres verlaufen.

Große Unterschiede und Anforderungen an die Tiersitter werden unter anderem auch durch die Tierart gestellt, die Haltung bzw. das Sitting einer Meerschweinchengruppe bringt vollkommen andere Aufgaben mit sich, als die Haltung eines Hundes.

Folgende Möglichkeiten stehen den Musikfans zur Verfügung, damit ihre Lieblinge wohlbehalten die freie Zeit genießen können, während Frauchen und Herrchen das nächste Kontrollband für das Handgelenk erobern:

Mitbewohner übernehmen die Verantwortung

Die einfachste Variante ist es natürlich, andere Menschen, die mit dem Tier sowieso unter demselben Dach wohnen, um Hilfe zu bitten. Eltern, Mitbewohner, Partner oder Kinder eignen sich perfekt als Vertretung, wenn es um Fürsorge und Verantwortung für die kuscheligen Freunde geht. Vorteile liegen klar auf der Hand, das Tier muss die gewohnte Umgebung nicht verlassen und wird dadurch keinem zusätzlichen Stress ausgesetzt. Auch anpassungsfähige Hunde freuen sich, in der gewohnten Umgebung bleiben zu können.

Übrigens: Wer keine Mitbewohner hat, kann Freunde oder Familie dazu einladen, ein paar Tage Urlaub mit Haus- und Tiersitting zu verbinden. Vor allem bei mehreren Tieren ergibt es Sinn, einen Menschen bei sich einziehen zu lassen.

Urlaub bei Freunden

Wenn man mit netten Menschen befreundet (oder verwandt) ist, die sich mit den Tieren verstehen und auch das nötige Wissen mitbringen, kann es durchaus eine Alternative sein. Wichtig ist es aber, die Menschen nicht zu überfordern und sich zu vergewissern, dass sie die Umgangsregeln mit den Tieren verinnerlicht haben und keine unerwünschten Experimente starten. Gut gemeint ist nicht umsonst als das Gegenteil von gut bekannt, vor allem wenn es um Konsequenz und Ernährung geht, müssen die Vorgaben der Tierhalter exakt ausgeführt werden.

Tipp: Am besten sollte man vorweg mit den zukünftigen Hundesittern in aller Ruhe einige Details durchgehen, mit dem Hund Gassi gehen und den Umgang gemeinsam üben. Aber die Anforderungen sollten auch nicht zu hochgelegt werden, sonst kann es schnell passieren, dass der Tiersitter den Spaß am Umgang verliert.

Musikerlebnis für Tierhalter - Was tun, wenn die Festivalsaison kommt

Musikerlebnis für Tierhalter – Was tun, wenn die Festivalsaison kommt – Bildernachweis

Professionelle Betreuung auswählen

Wenn man im Freundes- bzw. Familienkreis niemanden findet, der die Aufgabe der Tierbetreuung übernehmen würde, ist natürlich eine professionelle Pension eine gute Alternative. Doch leider sind die Qualitätsunterschiede enorm, dabei werden Tierheime meistens eher nicht empfohlen. Tiere, die täglich mehrere Stunden Familienschluss genießen und viel miteinbezogen werden, wird eine familiäre kleinere Betreuungsstelle viel gerechter als ein Tierheim.

Als Tierhalter muss man sich mit potenziell möglichen Tierhotels, Pensionen und Betreuungsangeboten intensiv auseinandersetzen. Dazu gehört unter anderem ein intensives Studieren der Homepage bzw. der Flyer. Folgende Informationen sollte ein Flyer auf jeden Fall enthalten:

  • Wie werden die Tiere gehalten?
  • Welche Erfahrung bzw. Qualifikation bringt der Profi mit?
  • Gibt es eine maximale Anzahl an zu betreuenden Tieren?
  • Haben die Schützlinge ausreichend Platz?
  • Wie viel Beschäftigung, Auslauf und Zuneigung wird täglich geboten?
  • Können auch problematische Tiere, z. B. bei Krankheit oder Problemverhalten, betreut werden?
  • Was ist im Preis inbegriffen?

Nur mit einem guten Bauchgefühl und viel Vertrauen sollte das Tier abgegeben werden, ein oder mehrere Besuche vorab sind unbedingt zu empfehlen.

Urlaub zusammen erleben

Wie? Ein Tier auf ein Festival mitnehmen? Das geht natürlich gar nicht. Und wenn der Leser diesen Gedanken hatte, dann hat er auch Recht. Niemals sollte man einen Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier der enormen Lautstärke, dem Trubel und dem Stress solch einer Großveranstaltung aussetzen. Auf den meisten Festivals ist die Mitnahme der Tiere ausdrücklich verboten. Möglich ist aber das Anmieten einer Wohnung oder eines Hotelzimmers, Ferienhauses oder eines Wohnmobil-Stellplatzes außerhalb vom Gelände des Festivals. So kann man als Tierhalter mehrere Stunden mit seinem Tier verbringen und gleichzeitig unbeschwert das Musikevent genießen. Natürlich gehört auch Verantwortung dazu: Exzessives Feiern und übermäßiger Alkoholkonsum sind bei Mitnahme der Tiere nicht möglich.

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